Das Projekt Forceful hatte das Ziel, alte Freundschaften und frühere musikalische Partnerschaften wiederzubeleben. Andreas kannte ich noch aus meiner Zeit bei Vallyz, Werner seit unserer gemeinsamen Zeit bei Extasy, wo wir drei zusammen spielten. Andreas Rippelmeier (Mephisto, Heavenward, Jaded Heart, Michael Bormann, Freedom Call, Powerworld) hatte einige Songs komponiert, von denen manche bereits mit einem anderen Sänger, Stefan Ferrara, aufgenommen worden waren.
Das Projekt kam jedoch nie so richtig in Fahrt. Es gab drei fertige Demos mit Stefans Gesang. Um frischen Wind hineinzubringen, wurde ich eingeladen, neue Ideen für diese Stücke zu entwickeln. Statt die bestehenden Gesangslinien zu übernehmen, entwarf ich komplett neue Melodien und schrieb zusammen mit dem Engländer Dan Brown die Texte für insgesamt neun Songs. Alle Gesangsspuren nahm ich konsequent in meinem damaligen Proberaum auf. Meine Kollegen waren von meinen Vorschlägen und den finalen Aufnahmen durchweg begeistert.
Wir vier – Rippel, Maikel, Werner und ich – trafen uns in Gelsenkirchen im Proberaum von Maikel, um uns an diesem Tag erstmals persönlich kennenzulernen, da Maikel und ich uns bisher nicht begegnet waren. Werner, Rippel und Maikel kannten sich schon von den Aufnahmen mit dem früheren Sänger Stefan Ferrara (ex-Mordancy, ex-Mind Guard), als das Bandprojekt noch unter dem Namen Amblaze lief.
Über die Jahre hielten Rippel, Werner und ich zwar immer den Kontakt, doch inzwischen lagen hunderte Kilometer zwischen uns. Umso besonderer war dieses Wiedersehen für uns alle. Das Wochenende startete mit den Aufnahmen von Rippels Akustikparts für die Ballade. An diesem Tag machten wir auch gleich die Bandfotos, um bis zum nächsten Treffen keine Zeit zu verlieren.


Wieder zuhause bastelte ich in meinem Heimstudio an passenden Gesangsmelodien zu den bereits fertig komponierten Songs. Das stellte sich als ziemliche Herausforderung heraus. Die Melodien mussten so gestaltet sein, dass sie spannend bleiben, und vor allem brauchte es Texte mit einer klaren Botschaft.
Am Ende waren meine Bandkollegen mit meinen Vorschlägen einverstanden. In meinem „Proberaum-Studio“ habe ich alle Gesangsparts eingesungen. Wahrscheinlich habe ich noch nie in meinem Leben bei einem Projekt so viele Spuren nur mit meiner Stimme aufgenommen. Selten habe ich mich in der Vergangenheit so sehr engagieren wollen und meiner Stimme passend zum Text so viel Ausdruck verliehen. Obwohl ich eigentlich keine Metal-Musik mehr machen wollte, bin ich unglaublich stolz auf das Ergebnis, das unter diesen Umständen entstanden ist und sich wirklich hören lassen kann.
Nebenbei habe ich ein Logo für Forceful entworfen, eine Website erstellt, mit Texten und Fotos bestückt und das Cover-Artwork gestaltet. Außerdem habe ich einen Promoter aus England kontaktiert, der schließlich dafür sorgte, dass zwei britische Musikmagazine – Fireworks Magazine und Powerplay Magazine – das Album anhörten und eine Rezension darüber veröffentlichten.


Rund drei Jahre nach dem Release über den Distributor Reverbnation im April 2018 entschied ich, mein Engagement für das Album zu beenden und keine weiteren Mittel mehr zu investieren. Außer mir kümmerte sich niemand um die Vermarktung, und meine Vorschläge wurden meist abgelehnt.
Dann kam die Corona-Pandemie und alles veränderte sich, auch das Miteinander. Ich stellte den Albumvertrieb ein, schloss die Website und beendete meine offizielle Beteiligung am Bandprojekt.
2024 beschloss ich, das Album wieder verfügbar zu machen. Als deutschen Anbieter wählte ich die Berliner Firma recordJet, um es erneut in die Streaming-Dienste zu bringen.
Zwar kümmert sich nach wie vor niemand aktiv um die Vermarktung des Albums, aber ich mag den Gedanken, dass es auf diesem Weg immerhin weiterhin zugänglich bleibt – auch wenn nur wenige Menschen von seiner Existenz wissen.
Mehr Infos zur Band findet man bei den Kollegen aus den Metal-Archives.

Hör dir das Forceful Album RISE OR FALL auf Bandcamp an.