Die Zeit als Sänger der Hard Rock Band Extasy: Eine Reise durch Musik und Freundschaft
Es war eine Zeit, die von lauten Gitarrenriffs, pulsierenden Schlagzeugbeats und der unverwechselbaren Energie des Hard Rocks geprägt war. Als Sänger der Band Extasy aus Duisburg erlebte ich eine Ära, die nicht nur meine musikalische Laufbahn, sondern auch mein Leben nachhaltig beeinflusste. Die Band bestand aus einer Gruppe talentierter Musiker: Michael Stegh, dessen Stimme die Seele des Hard Rocks einfing, Andreas Rippelmeier, ein Gitarrist mit einer beeindruckenden musikalischen Vergangenheit, Christoph Weiß, der mit seinen Keyboard-Fähigkeiten die Melodien zum Leben erweckte, Werner Dworatzek, der mit seinem Bass die rhythmische Grundlage schuf, und Roman Jagiela, dessen Schlagzeugspiel das Herzstück unserer Musik bildete.
Andreas, der bereits bei Bands wie Mephisto und Heavenward gespielt hatte und für diverse Studioproduktionen bekannt war, brachte eine Fülle von Erfahrungen mit. Seine Rolle als Live-Gitarrist für Michael Bormann zeugte von seinem Können und seiner Vielseitigkeit. Christoph, der ehemalige Keyboarder von Centaur, fügte eine weitere Dimension hinzu, die unsere Musik von anderen abhob. Gemeinsam schufen wir einen Sound, der die Essenz des Hard Rocks einfing und gleichzeitig unsere individuellen Einflüsse widerspiegelte.
Unser Weg führte uns zu zahlreichen Auftritten, die ohne unseren idealistischen Booker Torsten nicht möglich gewesen wären. Er glaubte an unsere Vision und arbeitete unermüdlich daran, uns auf die Bühnen zu bringen. Einer unserer denkwürdigsten Momente war der Auftritt im Vorprogramm der brasilianischen Prog Metal Band Angra, ein Erlebnis, das uns zeigte, dass unsere Musik keine Grenzen kannte.
1995 erreichten wir einen Meilenstein, als wir das Landesrockfestival in Duisburg gewannen. Dieser Triumph war ein Beweis für unsere harte Arbeit und das Engagement, das wir in unsere Musik steckten. Mit dem Preisgeld finanzierten wir ein 4-Spur-Demo in den Tim Isfort Studios, eine Investition, die sich auszahlen sollte. Unser Song „Wishing Well“ wurde auf dem Sampler „Sounds like Duisburg 95/96“ veröffentlicht und erhielt sogar eine positive Rezension im japanischen Metal Magazin Burrrn! – ein Zeichen dafür, dass unsere Musik auch international Anklang fand.
Die Unterstützung unserer treuen Fanbase war überwältigend. Sie folgten uns zu fast allen Gigs und ihre Begeisterung gab uns die Kraft, auf der Bühne alles zu geben. Wir spielten ausschließlich im Ruhrgebiet, doch unsere Musik hallte weit über die Grenzen hinaus.
Nach drei intensiven Jahren kam es zu Veränderungen innerhalb der Band. Christoph verließ uns, und Dirk Bormann, bekannt von Jaded Heart, kam als zweiter Gitarrist hinzu. Doch die persönlichen Differenzen zwischen Roman und Werner waren nicht zu überbrücken, und letztendlich führten sie zum Bruch der Band.
Aus der Asche von Extasy entstand jedoch etwas Neues. Dirk, Roman und ich gründeten die Hard Rock Coverband Wollfstick, ein Projekt, das uns erlaubte, unsere Leidenschaft für die Musik weiterzuleben. Es war eine Zeit des Wandels, aber auch eine Zeit, die zeigte, dass echte Freundschaft und die Liebe zur Musik jede Herausforderung überstehen können.
Die Geschichte von Extasy ist mehr als nur die Geschichte einer Band. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, Leidenschaft und der unsterblichen Kraft der Musik. Es ist eine Erinnerung daran, dass, egal wie weit der Weg ist oder wie steinig der Pfad sein mag, die Reise selbst das größte Abenteuer ist.